Der Wassersport Wakeboarden
Übung macht den Meister

Aus der Not ein Tugend machen, das hat sich auch der amerikanische Surfer Jimmy Redmon gedacht, als er vergebens auf eine Welle wartete und sich von da an mit einem Boot über das Wasser ziehen ließ. Mit einer Mischung aus Wasserski und Wellenreiten hat sich das Wakeboarden zu einer coolen Funsportart entwickelt. Dabei wird das Wakeboard an die Füße geschnallt, so dass der Fahrer seitlich zur Fahrtrichtung auf dem Brett steht. Mit Hilfe einer Seilbahn oder eines Bootes wird er so über das Wasser gezogen. Um im kalten Nass nicht auszukühlen, benötigt man einen Neoprenanzug - kombiniert mit einer Schwimmweste und mit einer coolen Shorts ist der Wakeboarder-Look perfekt.
Seit dem Beginn des Wakeboardens Anfang der Neuziger ist unter den Pro`s ein eigener Fachjargon entstanden, der die einzelnen Jumps und Drehungen benennt. Das beginnt schon bei der Grundstellung der Füße auf dem Wakeboard. Die bezeichnet man als „Fakie". Denn nur wer „Fakie" fährt, also nicht mit seinem gewohnten Fuß vorne steht, erlernt einen sicheren Stand auf dem Wakeboard. Doch das bedarf gerade am Anfang viel Übung.
Man muss schon den einen oder anderen Bauchklatscher in Kauf nehmen, bevor man sicher auf dem Wakeboard steht und die nötige Körperspannung hat. Nur dann kann man den Griff zur Hüfte heranziehen und Stabilität gewinnen. Das kostet viel Kraft und beschert einem zusätzlich noch einen ordentlichen Muskelkater in den Armen.
Hat man diesen Punkt erreicht, gilt es mit dem Wakeboard einen „Bunny Hop" zu probieren - einen kleinen Hüpfer auf der Wasseroberfläche. Um eine geringe Sprunghöhe zu erreichen, verlagert man erst das Gewicht auf den vorderen Fuß, dann drückt man das Wakeboard mit dem hinteren Fuß ins Wasser und springt kraftvoll aus der Hocke. Die Profis katapultieren sich mit Hilfe einer Rampe oder eines Slidebalkens - die meistens in einer Wasserski-Anlage zu finden sind - in die richtige Höhe, um dort ihre waghalsigen Sprünge vorzuführen.
Einer Rampe bedarf es auch bei dem schwierigsten Trick unter den Profi-Wakeboardern - der sogenannte „Mobius". Der bedeutet soviel wie eine Rückwärtsrolle kombiniert mit einer 360 Grad Drehung- also einer Schraube. Schon die Vorstellung alleine, lässt einen in pures Staunen versetzen.
Nur wer die nötige Ausdauer mitbringt, kann auch irgendwann das fantastische Gefühl genießen, mit dem Wakeboard auf dem Wasser zu gleiten. Auf jeden Fall verspricht dieser Sport Adrenalin pur. Wenn Du selbst ausprobieren willst, wie es ist auf einem Wakeboard zu stehen, kannst Du das zum Beispiel in der Wakeboardschule "Crazywake" mit eigenem Shop in Bodman am Bodensee testen. Und wer weiß, vielleicht zählt dann auch für Dich das Motto: The worst day boarding is better than the best day working!
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